100 Jahre Hüttenheim
Im Rahmen der übers Jubiläumsjahr 2012 verteilten Feierlichkeiten anlässlich des 100 jährigen Bestehens des Stadtteils Hüttenheim wird es in der Kirche Maria Himmelfahrt ein Konzert geben.
Das Motto lautet: „Einladung zum Festival musikalischer Erinnerungen“. Hier werden am Sonntag, 6. Mai um 16.00 Uhr, moderne geistliche Lieder und mehr zum Hören und Mitsingen geboten.
Akteure bei dieser Veranstaltung sind die „Atlanta Jazzband“ aus Köln, der Chor „TonArt“ unter der Leitung von Andreas Rabeneck und die „duisburger gospelgroup“.
Die „duisburger gospelgroup“ wurde im Jahre 1967 vom damaligen Kantor Leo Schuhen gegründet und war wesentlich beteiligt an der Entwicklung moderner Kirchenmusik, die ihren Ursprung in der Hüttenheimer Kirche hatte. Die Gruppe mit den Musikern Rolf Hucklenbruch, Knud Kalisch, Gerd Lugge und Horst Ambaum wurde damals von Hüttenheim aus in vielen Stadt- und Dorfgemeinden in der gesamten Bundesrepublik zur Gestaltung moderner Gottesdienste angefragt.
Im Jahre 1972 löste sich die Gruppe auf, weil u. a. deren damalige und leider auch heute noch gesellschaftspolitisch aktuellen, brisanten Lieder konservativen Kräften in der „Amtskirche“ nicht genehm waren.
Mit der Schließung der Hüttenheimer Kirche und der damit verbundenen letzten Messe in 2007 hatte sich die Gruppe nach über 35 Jahren wiedergefunden. Seitdem treffen sich die 4 Sänger immer wieder zu nicht öffentlichen Auftritten.
Umso mehr freuen sich die Organisatoren (Pfarrei St. Judas Thaddäus, die Hüttenwerke Krupp-Mannesmann und der Stadtteilarbeitskreis Hüttenheim), dass die „duisburger gospelgroup“ bei diesem Konzert dabei sein wird.
Im Sommer 1994 gründete sich in Hüttenheim für eine kirchliche Trauung, bei der das Brautpaar unter anderem „I will follow him“ aus „Sister Act“ gesungen haben wollte ein Projektchor unter der Leitung von Andreas Rabeneck, der das gewünschte Lied einstudierte und damit nicht nur das Brautpaar begeisterte.
Was als einmalige Sache begann, brachte den Sängern nicht nur viel Spass, sondern auch etliche neue Anfragen für Ständchen oder ähnliches ein.
Ehe man sich versah, war aus dem Projekt ein Chor geworden, der neben Musicalmelodien, modernes geistliches Liedgut und zunehmend auch Popsongs oder Evergreens für sich entdeckte.
Nach mehreren Namensgebungsversuchen wurde ab 1996 unter dem Namen „Menschen, die glauben“ mit viel Freude und wachsender Mitgliederzahl als „junger“ Chor an Maria Himmelfahrt weiter gesungen.
Da der Chor im Laufe der Jahre sein Repertoire ständig erweiterte kamen auch zunehmend Anfragen für Konzerte oder Ständchen, die außerhalb der Kirche stattfanden.
Daher empfand die große Mehrheit des Chores den Namen „Menschen, die glauben“ als nicht mehr zeitgemäß.
So wurde im Sommer 2005 nach einer kurzen, aber sehr kreativen Namensfindungsaktion, mehrheitlich „TonArt“ als neuer Name gewählt.
Und als „TonArt“ singt der einstige Projektchor noch immer mit viel Spaß und inzwischen über 40 Sängerinnen und Sängern. Auch nach der Schließung der Kirche Maria Himmelfahrt und der Auflösung des Hüttenheimer Kirchenchors agiert „TonArt“ als nun noch einziger Chor in Hüttenheim und probt in den Räumlichkeiten des Begegnungs- und Beratungszentrums der Caritas an der Mündelheimer Straße.
Jazzmusik prägte zu Beginn der sechziger Jahre (kurz nach dem II. Vatikanischen Konzil, 1962) die modernen Kirchenlieder in den damaligen Gottesdiensten, bei denen, salopp gesagt, „die Post abging“. An dieser Entwicklung war auch die bis heute weit bekannte „Atlanta Jazzband“ aus Köln, unter der jetzigen Leitung des gebürtigen Ungelsheimer Klaus Osterloh beteiligt.
So waren diese exzellenten Musiker, von denen einige zur WDR-Bigband, Köln, gehören, mehrmals in den vergangenen Jahren zu Gast in der Hüttenheimer Kirche und sind vielen Besuchern bis heute in guter Erinnerung. Die Mitglieder der „Atlanta Jazzband“ hatten auf Anfrage spontan ihre Beteiligung zugesagt.
Nun freuen sich die Organisatoren auf das „Festival musikalischer Erinnerungen“ und wollen damit sowohl die „alten Zeiten“ aufleben lassen, aber auch moderne weltliche Musikstücke aus der heutigen Zeit darbieten. Und viele Lieder davon werden zum Mitsingen anregen. Davon hat diese Kirche in ihrer über 50jährigen Geschichte immer gelebt. „Lasst es uns gemeinsam tun“ – das war und bleibt das Anliegen der musikalischen Hüttenheimer Bewegung.
Das Konzert gliedert sich in zwei Teile mit einer Pause dazwischen. Hier wird Gelegenheit sein, ein Getränk zu sich zu nehmen und die Bilder- und Kurzfilmdarbietungen der „Zeitzeugenbörse Duisburg e.V.“ aus dieser Epoche an den Fotostellwänden und auf einer Leinwand zu genießen.
Der Eintritt ist frei. Jeder Interessierte ist herzlich willkommen.
Die Kirche ist beheizt!!
Wir freuen uns auf Sie.