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Quelle: Ruhr Nachrichten vom 25. Januar 2010
Wegen Bombenverdachts:
Umstrittene Pipeline muss wieder ausgegraben werden
DUISBURG Die umstrittene Kohlenmonoxid-Pipeline des Bayer-Konzerns muss teilweise wieder ausgegraben werden. An einigen Stellen in Duisburg bestehe der Verdacht, dass sich unter der Pipeline explosive Kriegs-Hinterlassenschaften befinden. Dies teilte die Düsseldorfer Bezirksregierung am Montag mit. Bislang seien aber keine Kampfmittel gefunden worden. Allein in Krefeld hätten die Detektoren an 268 Stellen Alarm geschlagen. Es sei dort aber stets nur Metallschrott zum Vorschein gekommen. In Duisburg-Mündelheim führt die Pipeline durch ein Gebiet, das im Zweiten Weltkrieg unter starkem Artilleriebeschuss lag.
Große Proteste gegen Bau der Pipeline
Die 67 Kilometer lange Rohrverbindung soll das hochgiftige Kohlenmonoxid zwischen den Bayer-Werken Dormagen und Krefeld-Uerdingen transportieren. Die Pläne hatten bei den Anrainern einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Mehr als 100000 Menschen protestierten mit ihrer Unterschrift gegen die "Giftgas-Pipeline".
Kohlenmonoxid ist tödlich
Über die Inbetriebnahme der Pipeline muss noch das Düsseldorfer Verwaltungsgericht entscheiden. Kohlenmonoxid ist farb- und geruchlos und für Menschen tödlich. Bayer benötigt das Gas für die Kunststoff- Produktion.
Samstag, 11.04.2026
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