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Nikolausbrief an die Mündelheimer - 23.12.2006 - 13:10
nikolaus_06 Hallo ihr lieben Kinder,

am 6.Dezember 2006 zogen wir durch die gemütlichen Straßen von Mündelheim.
17° ° Uhr sollte es losgehen. Aber ohne den Drehorgelmusiker Paule aus Uerdingen
wollten wir nicht losziehen. Er kämpfte sich durch den Berufsverkehr und traf dann auch gutgelaunt irgendwann ein.

Allen voran Helmut der Dorfpolizist zogen wir in Richtung Malteser Stift.
Vorne der Drehorgelspieler Paule umringt von der lebhaften Gruppe der Wichtel,
gefolgt von den eleganten Engelchen mit echten Flügeln, dahinter ich selbst als Nikolaus.
Begleitet wurde ich durch meinen Freund, den großen Schwatten, auch Knecht Hubrecht genannt. Natürlich darf ich Klein Nikolaus ?Fabius Sanctus? nicht vergessen. Es war sein erster Auftritt. Hinter uns folgten die Mündelheimer Schlittenhunde welche die 8 Schlittenwagen im Schlepptau hatten. Die Technikcrew des Himmels, angeführt von dem Großmeister der Elektromoleküle Klaus Holz, tauchten die Straßen in Licht und Nebel.
15 schwarze Helfer zogen die voll gepackten und hell erleuchteten Schlitten. Den Abschluss des langen Himmelszuges bildete der mobile Tannenbaumwagen.

Beim Malteser Stift angekommen stellten sich die Engel und Wichtel im Spalier auf.
2 Mädchen aus der Rollerjugend welche die Schlitten zogen übergaben der Geschäftsleitung des Altenwohnheimes einen großen hölzernen Nikolaus für den Eingangsbereich.
Eigens dafür schuf Alex Mertens ein mannshohes Exemplar.

Alle Kinder aus Mündelheim und Umgebung trafen sich zu diesem Zeitpunkt an der Sparkasse und warteten ein wenig länger als geplant auf die erste Sichtung der vielen Schlitten. An dieser Stelle soll gesagt werden, dass wir beim nächsten Besuch pünktlicher losfahren. Über ca. Tausend kleine und große Besucher wurden auf der großen Kreuzung gezählt.

Dann der große Augenblick und der erste Sichtkontakt mit euch. Uns stockte der Atem.
Mit so vielen Besuchern haben wir nicht gerechnet. Die Freude und Aufregung im Zug war groß. Wir waren von dem großen Ansturm überwältigt und sendeten auch gleich
unsere Begrüßungseskorte mit Drehorgel und Wichtel voraus. Drehorgel- Paule spielte und die Wichtel schüttelten viele euerer Kinderhände. Fabius Sanctus war so richtig stolz auf euch.

Unsere Nebelmaschinen bauten eine Nebelwand auf und wir stampften hell erleuchtet auf euch zu. Es waren schon beeindruckende Szenen als der Himmelszug zwischen euch durchzog und eure Augen sich aufhellten. Gerne hätte ich mehr Zeit für die Begrüßung eingeplant. Es war wirklich aufregend schön inmitten so vieler Menschen.
Irgendwie haben wir unseren Drehorgel Paule verloren und die Aufregung war groß.
Alle suchten Paule.

Der Weihnachtsmarkt an der Pizzeria hatte noch nie so viele Besucher. Sichtlich bemühte sich jeder Rücksicht auf den Anderen zu nehmen. Die Kleinsten unter euch sollten nach vorne.
Die Aufnahmekapazität an Menschen war hier sichtlich überschritten.
Die abgesprochene Sicherheitsmarke wurde um 3 Meter auf die Gesamtbreite vergrößert
und viele Kinder standen in 30er Reihen vor dem Absperrseil.
DJ Weicht hatte Mühe das ganze Geschehen zu überblicken. Auf zurufen Dritter wurde er notdürftig informiert.

Drehorgel- Paule wurde mittlerweile gefunden, stand aber auf der falschen Seite. Mit großer Zeitverzögerung ging es dann los. Paule spielte den Einmarsch der Wichtel und Engel.
Dann die 3.Zeitpanne als die Engel ins Haus fliegen sollten und ein Engelchen erst noch
ihre Klarinette zusammen bauen musste. Wachtmeister Helmut wies die Engel darauf hin, dass da draußen viele Kinder auf eine Fortsetzung warteten. Nach unendlichen Minuten
flogen sie dann doch aus dem Haus und nahmen Stellung für ihr erstes Lied.
Irgendwie klappte es auch und es hörte sich wirklich nach Weihnachtsmusik an.
13 Musikinstrumente der Realschule Süd wurden vorher angewärmt und kamen hier wunderschön zum Einsatz. Die Engel wurden hell auf einer Bühne angestrahlt.
Es war schon ein toller Anblick - selbst von ganz hinten betrachtet.
Rechts bemühte sich der Dirigent und Musiklehrer Axel Kaden um musikalischen Gleichklang.

Dann stampften wir los, der Zug setzte sich zischend und dampfend in Bewegung.
Wir standen direkt vor euch Kindern und ein 2.Mal stockte uns der Atem.
So viele Kinder waren sicherlich noch nie auf diesem kleinen Platz zusammen gekommen.
Kleine und Große standen gemischt vor uns. Ich bin ehrlich, ich hatte die ganze Zeit nur die ganz Kleinen im Auge. Irgendwie erschienen sie mir verloren zwischen den vielen größeren Kindern. Mit Stolz habe ich meine Familie vorgestellt. Fabius Sanctus habe ich auf die rechte Schulter gehoben, und er sprach mit fester Stimme zu euch. Hat er gut gemacht ,wie ich meine. So furchterregend auch der schwarze Mann, Knecht Hubrecht aussah, er hatte bei so vielen lieben Kindern diesmal nichts zu tun.

Großen Spaß hatten wir alle, als wir gemeinsam das nächste Lied anstimmten. Die Unterstützung von Posaune, Trompete, Saxophon, Klarinette und Querflöte erzeugten
zusammen mit euerem Gesang ein großes Wir- Gefühl. Wir fühlten uns wie im 7.Himmel.

Damit hat wohl keiner gerechnet, als Clarissa eine Sängerin aus Huckingen oben von der Garage ein wunderbares Lied sang. Eingehüllt und begleitet von 5 schwarzen Helfern erschien sie plötzlich im hell erstrahlten Scheinwerferlicht. Engel und die Wichtel tanzten und schunkelten im Gleichklang. Der Schwarze Mann und ich waren bei dem Anblick einfach nur glücklich.

Dann wurde es höchste Zeit die Nikolaussäcke zu verteilen. Schließlich war in dem Sack auch der Pizzagutschein für die Pizza Santa. Großes Lob an alle Kinder und deren Erwachsene.
Jeder achtete auf den Anderen und Fabius Sanctus und ich durften jeden von euch einzeln die Hand geben. Die Fotografenbrüder Frank und Sven Hohmann hielten mit ihren Kameras so manch aufregende Szene fest.

300 handgenähte Säcke gefüllt mit Apfel, Nüssen, Mandarine, Süßigkeiten und leckeren Ellerhof - Plätzchen von Kerstin Schaumlöffel. In den meisten Säcken befand sich obendrauf noch ein Geschenk von Nici. Toller Inhalt wie ich sichtlich bei euch feststellte.

Als wir nach vielen Händeschütteln und Fotoposen über den Weihnachtsmarkt spazierten,
bekam man den Eindruck großer Zufriedenheit. Ob groß oder klein, jeder zeigte sich zufrieden. Der Weihnachtsmarkt vor der Pizzeria brauchte wahrhaftig keinen Vergleich scheuen. 100% organisiert und geführt durch viele gute Frauen aus Huckingen, Serm und Mündelheim.

Auch wirtschaftlich betrachtet war der diesjährige Nikolausumzug ein Erfolg.
Nach Abzug aller Kosten blieben dem Bürgerverein noch gute 7,73 Euro an Überschuss.
Kritik soll auch an dieser Stelle nicht verheimlicht werden. Der Zeitplan war schlimmer als bei Thomas Gottschalk. Irgendwie kamen wir auf eine Stunde Gesamtverzögerung.
Auch konnten mich nicht alle Kinder hören. Michael Weicht will mir beim nächsten Mal wieder ein Headset am Kopf montieren. Auch meine Nervosität blieb nicht verborgen.
Durch die Zeitverschiebung und dem großen Besucherandrang musste das Programm verkürzt werden. Die Sicherheit der Kinder war uns einfach wichtiger. Das nächste Mal gelobe ich mehr Gelassenheit. Insgesamt waren rund 50 Helfer(innen) mit unterschiedlichen Aufgaben vertraut und jede und jeder Einzelne gebührt ein himmlisches und großes DANKESCHÖN!

Auch euer Bürgerverein ist erste Klasse. Als ich gehört habe dass der Jahresbeitrag bei Einzelpersonen gerade mal 6,50 ? beträgt, ist es geradezu eine Verpflichtung, eines jeden Mündelheimer, durch seine Bürgervereinsmitgliedschaft die tollen Aktionen zu unterstützen.
Nach dem Motto ? Natürlich bin ich Mitglied im Bürgerverein? ist es ein kleiner aber wertvoller Beitrag für die gemütliche Ortschaft Duisburg-Mündelheim.

Liebe Mündelheimer, ich wünsch Euch ein gesundes Weihnachtsfest. Seid stolz auf Euch.


Grüße euer Nikolaus

PS: Vielen Dank an alle Spender und Sponsoren. Ohne ihren finanziellen Beitrag wäre so etwas nicht möglich gewesen.
Autor: Redaktion - dieser Artikel hat 0 Kommentare

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