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(1. Halbj. 2022)


Das Programm erstellen wir mit Unterstützung der
Schneider-Watzlawik | Kulturagentur




20.05.2022, 19:30 Uhr

KLOSTERKLAENGE II

AMO CHRISTUM

Ars Choralis Coeln

Musik der Zisterzienserinnen im mittelalterlichen Europa

Foto: Tristan Vankann

Die Gregorianik war in erster Linie Musik von Männern für Männer. Seit dem 9. Jh. komponierten aber auch Frauen. Da gilt es einen besonderen Blick auf die Musik der Zisterzienserinnen zu werfen.

In der Abgeschiedenheit ihrer Klöster, die sich zu Zentren eigener Spiritualität und Mystik entwickelten, fanden die religiösen Frauenbewegungen des 12./13. Jh. einen idealen Raum. Die Zisterzienserinnen gingen zudem ganz eigene musikalische Wege. Erstaunlich anders stellen sich ihre Handschriften und Musik im Stundengebet und Messen gegenüber denen der Mönche des gleichen Ordens dar. Besannen sich die Mönche zurück auf Schlichtheit und Einfachheit, sowohl in der Ausstattung von Klöstern als auch im Gesang, findet man bei den Nonnen eher das Gegenteil: Prächtige, goldverzierte Handschriften, Kunstwerke außergewöhnlich kreativer Bildfindungen, selbstbewusste Darstellung als Stiftsfrauen und Künstlerinnen, neben einer ausufernden Melismatik mit einem größeren Tonumfang, sogar eine frühe Mehrstimmigkeit!

Musik, in Klöstern entstanden, die in ihrer Wirkung bis heute nicht nachgelassen hat, bringt Ars Choralis Coeln an historischen Orten wieder zum Erklingen.