Nonstop bis nach Duisburg

Quelle:   Düsseldorf, vom 01.02.2010, Michael Mücke

 

Düsseldorf. Der Bau der Ortsumgehung Wittlaer ist eine derart lange Geschichte, dass schon mehrere Male zum ersten Spatenstich eingeladen wurde. Stück für Stück ein weiterer Festakt.

 

Diesmal dort, wo die B8n direkt in die neue Autobahn A 524 (jetzt B288) münden wird, die den schnellen Anschluss zur A 59 sichern soll. Gestern war es das letzte Mal, dass NRW-Verkehrsminister Lutz Lienenkämper für die wichtigste Nord-Süd-Verbindung zwischen Duisburg und Düsseldorf zur Schaufel griff. Es ist das letzte Teilstück, der Lückenschluss zwischen der B8n am Froschenteich und der A 59.

10 Millionen Euro für 1,4 Kilometer

An einem Tag wie gestern schien trotz des grauen Himmels alles rosig. Da schwärmt Lienenkämper davon, dass der Verkehr nach Abschluss der Arbeiten trotz deutlicher Zunahme zwischen den beiden Metropolen „gleichmäßig und zügig fließen kann”. Da freut sich Harald-Friedrich Austmeyer, Geschäftsführer des Landesbetriebes Straßenbau NRW, über die 62 Millionen Euro, die der Bund aus seinem Konjunkturpaket in dieses Verkehrsprojekt pumpt, davon allein zehn Millionen Euro für die letzten 1,4 Kilometer der neuen B8n vom Froschenteich bis zum Autobahnanschluss. Spätestens Anfang 2011 ist die B8n fertig, zwei Jahre später 700 Meter Autobahn zum neuen Autobahn-Kreuz Duisburg-Süd: NonStop auf die A 59 - ohne lästige Ampel.

Wo Straßen breiter werden, neue Autobahnen entstehen, nimmt der Verkehr zu. Während auf der alten B 8 täglich 11 400 Autos fuhren, werden es bis zum Jahre 2020 über 34 000 Fahrzeuge auf der neuen B8n sein, so die Prognose.

Die alte Bundesstraße wird schließlich zurückgebaut. Für sie ist dann die Stadt zuständig. Schmaler soll die künftige Ortsstraße werden, dafür Platz für zwei Radwege sein. Über all das wird noch verhandelt. „Wir sind in der Abstimmung”, so Projektleiter Thomas Bonda.

Auch über die Ausgleichsflächen. Bonda: „Die Stadt muss uns sagen, ob sie im Norden den Golfplatz will.“

Ende offen.