Betonschutzwand für B288
Quelle:
vom 19.01.2010, Maira
Schmidt
Die Bürgerlich-Liberalen wollen die B 288 sicherer machen.
Sie trafen sich zum Expertengespräch an der Ausfahrt Serm.
Die
Bürgerlich-Liberalen fordern eine Betonschutzwand für die B 288. Eine solche
Schutzwand könnte schlimme Frontalzusammenstöße verhindern, so Harald Molder, Erster Vorsitzender der Bürgerlich- Liberalen (BL)
im Duisburger Süden. Zuletzt war es an Heiligabend auf der Bundesstraße in der
Nähe der Ausfahrt Serm zu einem schweren
Verkehrsunfall gekommen. Ein 50-Jähriger geriet in den Gegenverkehr und prallte
mit einem 42-Jährigen zusammen. Beide Männer starben. Laut Harald Molder war das nicht der erste Unfall auf diesem
Straßenstück.
„Hier kommt es seit Jahren zu schweren Unfällen”, meint der Kommunalpolitiker. Bisher werden die Fahrbahnen der vierspurigen Schnellstraße durch so genannte „Bischofsmützen” aus Plastik getrennt. Für die Bürgerlich-Liberalen ist das keine Lösung. Sie verlangen den Bau einer Betonschutzwand auf dem Mittelstreifen.
Die
Freie Wählergemeinschaft traf sich daher am Freitag mit Dr. Karsten Rendchen von der „Initiative Betonschutz” an
der Kreuzung B 288/Am Heidberg. Der Experte beurteilte das Bauvorhaben. Nach
seiner Einschätzung würde eine solche Betonschutzwand den Steuerzahler zwischen
550 000 und 750 000 Euro kosten. „Pro Meter muss man 65 bis 100 Euro
einrechnen und das für eine Strecke von acht Kilometern”, erklärte der Geschäftsführer
der Beton- Gleitformbau.
Die hohen Kosten sind jedoch
nicht das einzige Problem. „Die Straße müsste wahrscheinlich an jeder
Seite um ca. 20 cm verbreitert werden”, schätzt der Fachmann mit Blick
auf die stark befahrene B 288. Die Bundesstraße kann aber nicht ohne Weiteres
verbreitert werden. Mitte Dezember fand der Kampfmittelräumdienst in der Nähe
der Straße eine Zehn-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg. Vor einer
Straßenverbreiterung müsste das Gebiet um die Schnellstraße nach weiteren
Blindgängern abgesucht werden. Da die B 288 eine Bundesstraße ist, müssen sich
die Bürgerlich- Liberalen mit ihrer Forderung an das Land NRW wenden. Die Stadt
Duisburg ist hier nicht zuständig. „Wir wollen die B 288 zu einem Thema
im Landtagswahlkampf machen und den Parteien das Versprechen abringen, die
Betonschutzwand nach der Wahl zu bauen,” erklärt Peter Bettermann, der Ratsherr der BL.
GEPLANTER AUTOBAHNAUSBAU
Vor 2015 wird B288 keine
Autobahn
Die B288 soll zwischen Rahm
und Huckingen zur A524 ausgebaut werden. Wenn dieses Projekt in Kürze umgesetzt wird,
ist die Einrichtung einer Betonschutzwand auf dem entsprechenden Stück der
Bundesstrasse überflüssig. Peter Bettermann, Ratsherr
der Duisburger Liberalen, ist aber davon überzeugt, dass es in nächster Zeit
keinen Weiterbau geben wird.
Jochen van Bebber, Leiter der Projektgruppe Bundesautobahn bei Steraßen.NRW, bestätigt diese Einschätzung. „Das wir noch eine ganze Zeit lang dauern. Der
Ausbau beginnt frühestens 2015.“