„Autobahn kommt erst 2015“
Quelle:
vom 11.10.2009
von
Stefan Ossenberg
http://www.rp-online.de/public/article/duisburg/767880/Autobahn-kommt-erst-2015.html
Duisburg (RP) Gestern stellten die
Straßenplaner von "StraßenNRW" erste
Entwürfe und Planungen für den Ausbau der B 288 zur Autobahn A 524 vor. Dabei
ist noch nicht klar, ob in Höhe Mündelheim eine Tunnellösung realisiert wird.
Süden (RP) Am Wochenende feiern die Sermer
auf dem Kasselle Pitter
Platz ihr Oktoberfest. Ob das in fünf Jahren noch so sein wird, scheint
unwahrscheinlich. Gestern stellten Vertreter von "StraßenNRW"
die ersten Entwürfe und Planungen für den Weiterbau der Autobahn A 524 in der
Bezirksvertretung Süd vor, der 2015 beginnen soll. "Wir haben vom Bund
nicht den Auftrag erhalten, eine optimale Lösung für den Bau der Autobahn zu
entwerfen, sondern die Trasse der B 288 zu einer solchen auszubauen",
berichtete Projektleiter Jochen van Bebber den
zahlreich erschienenen Politikern und Bürgern aus den südlichen Stadtteilen.
Oder, wie er es selbst direkt danach neu formulierte: "Wir haben den
Auftrag, das Bestmöglichste aus der Situation zu machen."
Denn bei den Planungen der zukünftigen Autobahn gibt es
situationsbedingt einige Probleme für die Planer zu lösen. Soll diese doch tiefergelegt am heutigen Verlauf der Krefelder Straße
verlaufen. "Unmöglich" sei dabei, den bisherigen Anschluss Höhe Serm und Höhe Mündelheim beizubehalten. Aus diesem Grund
haben die Straßenplaner folgendes Konzept entwickelt:
An der Sermer Straße soll ein
Anschluss an die Autobahn entstehen, genau auf halber Wegstrecke zwischen
Mündelheim und Serm soll sich zudem eine Auffahrt
durch das bisher freie Feld ziehen. Über diese Verbindung sollen Einwohner der
beiden Stadtteile dann die Autobahn erreichen. An der bisherigen
Anschlussstelle Serm soll eine Brücke führen, die
sich dann als Straße weiter Richtung Mannesmannstraße in Hüttenheim, genau
zwischen Naturschutzgebiet und Mannesmannacker hindurch zieht. Dies soll zu
einer Entlastung des Wohngebietes im nördlichen Mündelheim führen, da schon an
der Brücke bei HKM der Verkehr abgeleitete werden soll. Die Brücke endet im
Entwurf an der Ecke Breitenkamp / Am Klapptor. Genau über den Kasselle Pitter Platz zieht sich
die Auffahrt dieser Zuwegung, wenn sie nach den Ideen
der Straßenplaner umgesetzt wird. Doch nicht nur diese Thematik sorgte auf der
BV-Sitzung am gestrigen Tag für Aufregung. Auch die Zerschneidung Mündelheims
durch eine tiefergelegte Autobahn erhitzte die
Gemüter.
Denn ein Deckel für die kommende Autobahn ist nicht
sicher. Es müsse noch geprüft werden, inwieweit eine Tunnellösung finanziert
werden könne, so van Bebber. Schon der jetzt
angesetzte Finanzrahmen von rund 89 Millionen werde nur für ein Drittel der
Strecke zwischen Krefeld bis zum Anschluss an die A 59 reichen. "Ob aber
eine Tunnellösung wesentlich teurer werden würde, als eine Troglösung, kann ich
noch nicht sagen", so der Städteplaner (ausführliche Berichterstattung
folgt am morgigen Tag).