Neue Autobahn:
Brücken-Standort gesucht
Quelle:
vom 29.03.2009
http://www.wz-krefeld.de/sro.php?redid=477903
von Mirko Braunheim
Der
Landesbetrieb Straßenbau erarbeitet Varianten einer neuen Rheinquerung.
Krefeld. Wo wird Krefelds neue
Rheinbrücke gebaut? Mit dieser Frage beschäftigt sich jetzt der Landesbetrieb
Straßenbau, weil die Bundesstraße 288 zur Autobahn 524 ausgebaut werden soll. Die
Fachleute haben dabei so viele Kriterien zu berücksichtigen, dass die
verschiedenen Möglichkeiten wohl erst Ende des Jahres vorliegen werden, sagt
Jochen van Bebber vom Landesbetrieb, in dessen Händen
die Projektleitung liegt.
Der Kreativität sind bei der Planung der Brückenvarian-ten bewusst keine Grenzen gesetzt worden.
Dass es dabei keine Tabus gibt, zeigt allein der Gedanke, die denkmalgeschützte
Uerdinger Rheinbrücke zu entfernen. Wie unrealistisch eine solche Planung ist,
weiß allerdings auch van Bebber: „Das würde zu
erheblichem Widerstand führen.“ So dürfte es wohl bei dem Gedanken bleiben.
Varianten für Verlauf
der Autobahn werden erarbeitet
Realistischer ist der Bau einer neuen Brücke neben
der heutigen. Über diese Idee hatte die WZ im vergangenen Jahr bereits exklusiv
berichtet. Dabei ist aber noch unklar, wo sie tatsächlich stehen kann, da
selbst der Verlauf der künftigen A 524 noch unklar ist. „Die B 288 ist
größtenteils bereits vierstreifig ausgebaut, überwiegend im Duisburger Bereich,
aber auch in Krefeld“, sagt der Projektleiter. Für eine Autobahn reiche
die Breite aber nicht aus.
Sicher ist, dass die alte Rheinbrücke nicht
geeignet ist, den Verkehr einer Autobahn aufzunehmen. Van Bebber
nennt eine mögliche Variante, wonach sie künftig lediglich von langsam
fahrenden Fahrzeugen und Fußgängern genutzt werden könnte. Die neue
Autobahnbrücke würde dann daneben gebaut. Wo genau, ist noch offen. Es sei aber
auch denkbar, eine Fahrtrichtung nördlich der aus dem Jahr 1936 stammenden
Rheinbrücke zu bauen und die andere südlich. Dabei muss noch untersucht werden,
wo auf Krefelder Seite eine Anbindung möglich ist.
Ausgebaut werden soll die Straße bis zur
Anschlussstelle Krefeld-Zentrum, wo an der A 57 ein Autobahn-Dreieck entstehen
könnte. Krefeld würde auf diesem Teilstück eine Anschlussstelle erhalten. Auf
dem befinden sich heute noch fünf Straßenanschlüsse, für die bei der Planung
eine Lösung gefunden werden muss. Wie sehr die Kleingartensiedlung zwischen
Berliner und Mündelheimer Straße betroffen sein wird,
muss sich ebenfalls zeigen. Erst nach Abwägen aller Möglichkeiten sei im
Frühjahr 2010 mit einer Planung zu rechnen, die dem Bund vorgelegt werde.
Kleingartensiedlung zwischen Berliner und Mündelheimer Straße betroffen sein wird, muss sich
ebenfalls zeigen. Erst nach Abwägen aller Möglichkeiten sei im Frühjahr 2010
mit einer Planung zu rechnen, die dem Bund vorgelegt werde.
Der Ausbau zur Autobahn
soll 80 bis 90 Millionen Euro kostet
Das Teilstück der A 524, das von der Krefelder
Niederlassung des Landesbetriebs Straßenbau geplant wird, erstreckt sich über
8,7 Kilometer zwischen Uerdingen und Duisburg-Serm.
Der Ausbau soll 80 bis 90 Millionen Euro kosten. Für den Bereich Mündelheim ist
dabei von den Bürgern eine Tieflage gefordert worden. Den Zeitpunkt für einen
Baubeginn kann heute noch niemand bestimmen. Denn der Anschluss an Krefeld ist
im Bundesverkehrswegeplan lediglich als „weiterer Bedarf“ angegeben.
Auf der anderen Seite der B 288, wo die Bundesstraße
in die A 524 Richtung Breitscheid übergeht, soll zwischen Duisburg-Rahm und -Serm – voraussichtlich noch in diesem Jahr –
mit der Verlängerung der Autobahn begonnen werden.
Hier handelt es sich um ein knapp drei Kilometer
langes Teilstück, das im Zuge des Anschlusses der im Bau befindlichen B 8 n
Richtung Düsseldorf realisiert wird. Wo die A 59 auf die Trasse stößt, soll ein
kleeblattförmiges Autobahnkreuz entstehen. Bis Ende 2010 dürfte die
Autobahnverbindung zwischen Düsseldorf-Nord und Duisburg-Süd „stehen“