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Geplanter Deich bereitet Mündelheimern Sorge |
| 19.02.2000 / LOKALAUSGABE / DUISBURG |
Geplanter Deich bereitet Mündelheimern Sorge Häuser, Felder und Sportplatz sollen weichen Kein Hochwasser, aber Hochbetrieb herrschte am Mittwoch in der Gaststätte Kreifelts. Über 100 Mündelheimer lauschten dort dem Bericht, den Helmut van Wickeren, Leiter des Instituts für Wasserbau, über den Zwischenstand der geplanten Deichrückverlegung im Duisburger Süden gab. Insgesamt elf neue Polder sollen alleine in Nordrhein-Westfalen am Rhein entstehen, einer in Mündelheim. An dem Aktionsplan Neuer Raum für den Rhein beteiligt sich nicht nur das Land NRW, sondern auch die Europäische Union. Seit den 50er Jahren hat es immer weitere Einschränkungen der natürlichen Überschwemmungsgebiete gegeben, erklärte van Wickeren: Es ist zu erwarten, dass es in den kommenden Jahren mehr Niederschlag geben wird. Deshalb müssen wir ein verstärktes Hochwasserbewusstsein entwickeln und dem Fluss neue Ausweichmöglichkeiten bieten. Da bleiben dann allerdings die persönlichen Belange der Landwirte auf der Strecke. Sie fürchten, dass sich ihre Anbauflächen durch die geplante Deichrückverlegung verkleinern oder ganz wegfallen. Auch der TuS Mündelheim wäre von der Rückverlegung direkt betroffen und müsste seine Anlage aufgeben. Ebenso müssten wahrscheinlich auch drei Häuser in Rheinheim und der Rheinheimer Hof verschwinden. Für all diese Anwohner sollen natürlich Ersatzmöglichkeiten geschaffen werden, versprach van Wickeren. Außerdem müssen auf jeden Fall noch intensive Gespräche mit den einzelnen Betroffenen stattfinden. Wir wollen deren Wünsche kennenlernen, die dann in die Entscheidung des Landes mit einfließen sollen. Trotzdem: Obwohl am Mittwoch lebhaft zwischen den Vertretern der Stadt, dem Bürgerverein und den Landwirten diskutiert wurde - am Ende hat doch das Land das letzte Wort darüber, ob die alte Deichtrasse bestehen bleibt oder eine neue entstehen soll. Eine endgültige Entscheidung ist aber erst Ende 2001 zu erwarten. tha |