Mit dem Fahrrad bis
in die Düsseldorfer Altstadt
Quelle:
vom 27.01.2012, Florian Müller

Deichplanung
in Mündelheim -Foto: Anja Bäcker / WAZ FotoPool
Mündelheim. Nach der Vorstellung der Pläne für die
Deichrückverlegung wurde die Sitzung der Bezirksvertretung unterbrochen, um
auch Bürgern die Gelegenheit für Rückfragen zu stellen. Mirze
Edis (Linke) wollte ebenso wie Theo Küpper vom
Bürgerverein Wanheim wissen, ob denn der Deich für
Fußgänger und Radfahrer vorgesehen sei. Waldemar Kesicki
führte aus, dass für Radfahrer sonnige Zeiten anbrechen werden. Die Deichkrone
selbst soll mit einer wasserundurchlässigen Decke ausgeführt werden, auf der
man mit dem Rad fahren könne, unten am Deich werde es weiterhin einen
Versorgungsweg geben, der auch befahren werden könne. „Sie kommen künftig
von Mündelheim direkt in die Düsseldorfer Altstadt mit dem Rad“,
versprach der Wasserwirtschaftler.
SPD-Fraktionsmitglied Karl Ergoi
witterte sofort Ungemach für „seinen“ Ortsteil Mündelheim, da die
Laster nun die B 288 benutzen werden. „Die brettern nun mit Tempo 100
durch Mündelheim“, kommentierte der Bezirksvertreter in der Sitzung.
Für die CDU-Fraktion unterstrich Vorsitzende Brigitte Weber
die Wichtigkeit der Baumaßnahme: „Dieses Projekt verlangt dem Bürger
allerdings auch viel ab, auch wenn es ja für den Schutz der Bürger durchgeführt
wird.“
Befürchtungen von Wolfgang Schwertner
(CDU Ortsverband), dass durch die Baumaßnahme das Grundwasser in Mündelheim
ansteigen könnte, wies Waldemar Kesicki zurück. Das
Grundwasser ströme von der Mündelheimer Halbinsel von
allen Seiten in den Rhein und habe keine spezielle Flussrichtung. Der neue
Deich werden durch eine Spundwand geschützt, die aber
im Bereich der B 288 eine rund 100 Meter breite Öffnung habe. Das Grundwasser
würde an der Spundwand entlang geleitet und findet dann diese Öffnung.