Sensation: 3
Kohlekraftwerke kippen in einer Woche
Quelle:
Pressedienst der Klima-Allianz
PM-No.
2009/113 vom 10. Dez.2009
Hallo Zusammen,
wir wollten Euch noch unsere
gestrige bundesweite PM zu den sensationellen Entwicklungen in Dörpen und Mainz
zur Kenntnis zuschicken….. und schon kommt
die nächste Sensation: Gerade hören wir, auch Lubmin
ist vom Tisch, Dong hat sich nach Emden auch aus Lubmin zurückgezogen. Es ist amtlich, von DONG bestätigt,
hier eine erste Pressemeldung: http://www1.ndr.de/nachrichten/dossiers/kohlekraft/lubmin236.html
Elias Perabo schickt dazu sicherlich noch mehr
Informationen, er ist gerade in Kopenhagen.
Das heißt: in einer Woche sind DREI
KOHLEKRAFTWERKE IN DEUTSCHLAND GEKIPPT! Ein tolles Zeichen für den Klimaschutz
parallel zur Klimakonferenz.
Ein riesiger Erfolg für die
Anti-Kohlekraftwerksbewegung!!!!!!!!
Wir empfehlen Euch, zu dieser
sensationellen Entwicklung auch an den anderen Standorten kräftig Pressearbeit
zu machen. Diese Woche zeigt: der Trend geht gegen neue Kohlekraftwerke ist
nicht mehr zu ignorieren. Immer mehr Energieunternehmen müssen ihre Planungen
wegen fehlender Akzeptanz stoppen.
Der Protest wirkt! Das macht Mut
und gibt Kraft für die noch laufenden Auseinandersetzungen an den Standorten!
Freudige Grüße,
Daniela Setton
& Elias Perabo
Von der Anti-Kohlekampagne der
Klima-Allianz
Pressemitteilung
Auslaufmodell Kohlekraftwerke
– Zwei weitere Projekte gestoppt!
Pläne für neue Kohlekraftwerke in
Dörpen und Mainz gestoppt / Trend gegen Kohlekraft setzt sich in Deutschland
fort / Proteste von Bürgerinitiativen und Umweltschützern erfolgreich /
Wichtiges Signal für die laufende UN-Klimakonferenz in Kopenhagen /
NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) will neues Kohlekraftwerk per
Gesetzesänderung
Berlin, 10. Dezember 2009. Die
umstrittenen Kohlekraftwerksprojekte in Mainz und in Dörpen sind vom
Tisch. Im niedersächsischen Dörpen gab die EnBW
gestern Abend bekannt, aus dem Projekt auszusteigen. In Mainz wurde mit
dem gestern veröffentlichten Koalitionsvertrag von SPD, Grünen und FDP
auch das letzte mögliche Hintertürchen für die das dortige Kohlekraftwerk
geschlossen. Bereits Ende September hatte der Investor auf Grund von fehlender
Finanzierung die Kraftwerksplanungen eingefroren.
„Wieder sind zwei
Kohlekraftwerksprojekte vom Tisch – der Trend ist klar: Weder ökologisch
noch wirtschaftlich sind solche Milliarden-Fehlinvestitionen noch vertretbar.
Immer mehr Investoren erkennen dies. “, sagt Jürgen Maier,
Geschäftsführer des Forums Umwelt und Entwicklung und Sprecherratsmitglied der
Klima-Allianz. Seit Beginn des Jahres konnten bereits fünf
Kohlekraftwerksprojekte in Deutschland gestoppt werden. „Es wird jetzt
Zeit, dass auch NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers dies erkennt und seine
verzweifelten Versuche zur Rettung des Eon-Kohlekraftwerkprojekts
in Datteln aufgibt.“ Nachdem das Oberverwaltungsgericht Münster
den Bau des E.ON Kohlekraftwerkes in Datteln in wesentlichen Teilen vorerst
gestoppt hatte, versucht die Landesregierung momentan die klimaschädlichste Art
der Energieerzeugung per Gesetzesänderung durchzusetzen..Hierfür will die Landesregierung noch vor
Weihnachten den Klimaschutz komplett aus dem Landesgesetz streichen. Dies
betrifft Energieeinsparung, die Nutzung erneuerbarer Energieträger und
Kraft-Wärme-Kopplung. „Vor dem Hintergrund der derzeit laufenden
UN-Klimaverhandlungen ist dies ein Skandal! In Kopenhagen versucht Kanzlerin
Merkel zusammen mit Vertretern aus über 190 Staaten das Weltklima zu retten und
ihr eigener Parteikollege und NRW-Ministerpräsident will die Gesetze zugunsten
des Klimakillers Kohle ändern“, erklärt Jürgen Maier.
Das Aus für die Klimakiller Kohle
in Mainz und Dörpen freut nicht nur die Initiativen vor Ort, die mit ihren
massiven Protesten die Pläne gekippt haben, sondern auch das Klima: Beide
Kraftwerke hätten jährlich zusammen 9,6 Millionen Tonnen CO2
ausgestoßen. Und das eine Vollversorgung mit erneuerbaren Energien richtig und
möglich ist, bekräftigte auch Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) in
einer gestrigen Stellungnahme: er verfolge das Ziel, die Stromerzeugung in
Deutschland bis zum Jahr 2050 "fast vollständig auf erneuerbare Energien
umzustellen", sagte der Minister.
Für Rückfragen:
Jürgen Maier, Mitglied des Sprecherrates der Klima-Allianz,
0171-3836135
Inge Stemmer, Bürgerinitiative Saubere Energie Dörpen, Tel.:
0172-9064210
Patrick Hassenpflug, Bürgerinitiative Kohlefreies Mainz:
0172-6789803