Kohlekraftwerk
Krefeld
Quelle:
vom 04.11.2009
>DREI FRAGEN AN
...
Norbert Bömer
Thema: Kohlekraftwerk
Krefeld
1. Welche
Neuigkeiten gibt es in Sachen Krefelder Kraftwerk?
Jetzt wird endlich auch darüber
diskutiert, wie „sauber" oder
„dreckig" die Kohle ist, die aus dem fernen Kolumbien nach Krefeld
zur Verfeuerung transportiert werden soll. Gemeindevertreter aus dem kolumbianischen
Bergbauabbaugebiet schilderten auf einer Veranstaltung vor Ort, wie sie durch
den Kohlekonzern EI Cerrejon ihrer Lebensgrundlage beraubt
wurden. Als Erfolg ist zu werten, dass die
beiden kolumbianischen Lokalpolitiker auch vom Kraftwerksbauer Trianel empfangen wurden und dort ihre Anliegen direkt vortragen
konnten. Übrigens: Die denkmalgeschützte Kirche in Hohenbudberg
droht auch ein Opfer des geplanten Kohleterminals zu werden: Auf dem Scoping Termin im September wurde bekannt, dass die Förderbänder,
die vom Rheinanleger zum Kraftwerk gehen sollen,
in 20 bis 30 Meter Höhe nahe an der Kirche vorbeigeführt werden sollen.
Aus unserer Sicht ein klarer Fall für die Denkmalschutzbehörden.
2. Was
macht der Widerstand des Vereins „Saubere Luft e.V."?
Wir
haben die sommerliche Verschnaufspause genutzt, um intern
für den Tag X (wenn die Bezirksregierung den Trianel-Antrag
veröffentlicht) eine große Einwendungskampagne gegen das geplante Kraftwerk vorzubereiten.
Rückenwind verschafft uns, dass zwischenzeitlich der Bau neuer Kohlekraftwerke
in Mainz und Emden ad acta gelegt wurde, unter anderem weil Investoren und
Banken aus Gründen der Wirtschaftlichkeit kalte Füße bekamen.
3. Welche
Aktionen sind in naher Zukunft
geplant?
Zurzeit bereiten wir den
Weltklimatag im Dezember vor: Zwei Dinge
sind geplant: Ein öffentlicher Ratschlag des Klimabündnisses Niederrhein
gegen die drohenden Kohlegroßprojekte Verdingen, Walsurn
und Voerde samt Kohlehäfen Dinslaken und Hohenbudberg. Und: Mitglieder von uns fahren am 12. Dezember
zum Weltklimagipfel nach Kopenhagen, um dort gemeinsam mit Tausenden aus aller
Welt den Staats- und Regierungschefs Dampf zu machen für eine radikale Wende
hin zum wirksamen Klimaschutz.

Norbert Bömer,
Vorsitzender
der
BI Saubere Luft e.V."