Kohlekraftwerk in Krefel:
mehr Staub und Lärm
Quelle:
Duisburg Süd,
29.06.2009, Martin Kleinwächter
http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/duisburg/sued/2009/6/29/news-124067512/detail.html
Bezirksregierung Düsseldorf sind im
laufenden Genehmigungsverfahren in Sachen Umweltbelastung uneins
Vor zu viel Lärm und Staub sorgt sich die Stadt
Duisburg angesichts des in Krefeld-Uerdingen geplanten Steinkohlekraftwerks.
Die Stadt Krefeld sieht ihre Bedenken durch vertragliche Zusagen des Investors Trianel ausgeräumt (wir berichteten). Aus einem Bericht der
hiesigen Verwaltung zum Genehmigungsverfahren geht hervor, dass das Kühlwasser
für das Kraftwerk dem Rhein entnommen und das erwärmte Kühlwasser dorthin auch
wieder eingeleitet werden soll. Vor dem Hintergrund des Klimawandels wird mit
häufigerem Betrieb des vorgesehenen so genannten Zellenkühlers gerechnet,
ferner mit Nebelbildung durch das Kühlwasser im auf dem Rhein bei Hitze. Auch
die Duisburger Stadtwerke, so wünscht man in Krefeld, sollen die Abwärme des
Kraftwerks als Energiequelle nutzen. In punkto Lärmbelästigungen geht die Stadt
davon aus, dass eventuelle Kohlezüge von Hochfeld-Hafen nach Uerdingen nur
tagsüber verkehren und ohne Bedeutung sein werden. Schall könne dagegen vom
Zellenkühler ausgehen. Die Duisburger rechnen mit einer deutlich häufigeren
Laufzeit als den angegebenen zehn Tagen pro Jahr. Uneinigkeit besteht auch in
Sachen Luftbelastung. Duisburg wünscht, die nach Technischer Anleitung Luft
maßgebliche Zusatzbelastung auf ein Prozent der darin genannten Werte
festzusetzen, die Bezirksregierung beharrt auf den gesetzlichen vorgeschriebenen
drei Prozent.