Kraftwerk braucht Duisburgs Einverständnis
Quelle:
vom 16.01.2010
Duisburg
(RP) Hohenbudberg (szf) Ein Teil einer Wasserleitung für das geplante
Kohlekraftwerk soll unter Duisburger Stadtgebiet verlaufen. Betroffen ist ein
Gelände im Ortsteil Hohenbudberg, das als
Ausgleichsfläche für den Gewerbepark vorgesehen ist. Die Stadt Duisburg muss
dem Projekt deshalb jetzt das "gemeindliche Einvernehmen" erteilen
Der
Rat wird sich in seiner Sitzung am 25. Januar damit befassen. Die Rheinhauser
Bezirksvertretung hat bei ihrer Sitzung am Donnerstag die Empfehlung
formuliert, dem Kraftwerksbetreiber Trianel das
Einvernehmen zu verweigern. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Manfred Krossa schlug mit Blick auf das für die Leitung vorgesehene
Gelände vor, "dass wir diese Strecke blockieren". Die große Mehrheit
der Bezirksvertreter pflichtete bei und wollte mit der Empfehlung "ein
Signal an den Rat" abgeben.
"Macht
doch, was Ihr wollt“
Der CDU-Fraktion ging das alles etwas zu schnell.
Die Christdemokraten hielten sich bei der Abstimmung über diese Empfehlung raus
– nicht durch Enthaltungen, sondern, indem sie einfach nicht daran
teilnahmen. "Macht, was Ihr wollt", wandte sich der
Fraktionsvorsitzende Ferdi Seidelt mit wegwerfender
Handbewegung an das gesamte Gremium. Krefeld hat dem Kraftwerksbau ihr
gemeindliches Einvernehmen am Mittwoch erteilt.