CDU spricht sich gegen das Kraftwerk aus

Quelle:   Süd vom 21.01.2010, Florian Müller

 

Antrag in der heute tagenden Bezirksvertretung. Auch die Verwaltungsvorlage für den Rat sieht eine Ablehnung vor

 

 

 

Die Fraktion der CDU in der Bezirksvertretung wird in der Sitzung heute, Donnerstag, 21. Januar, um 17 Uhr im Bezirksamt Süd einen aktuellen Antrag einbringen: Nachdem auch der Rat der Stadt Duisburg sein „gemeindliches Einvernehmen” für das in Uerdingen geplante Kohlekraftwerk geben muss, da eine Leitung zwischen den geplanten neuen Hafenanlagen und dem Kraftwerk über Duisburger Stadtgebiet führt, bittet Fraktionsvorsitzende Brigitte Weber nun in dem Antrag, dass der Rat das Einvernehmen nicht erteilen solle.

Das Thema wird am kommenden Montag unter Tagesordnungspunkt 29 im Rat der Stadt behandelt. Die Verwaltungsvorlage sieht als Beschlussentwurf vor: „Das gemeindliche Einvernehmen muss aus rechtlichen Gründen versagt werden.” Die Stadt Duisburg sitzt deshalb im Boot, weil laut Planungen für das 750-Megawatt-Kraftwerk eine Kühlwassertrasse auf einer Länge von 210 Metern zwischen dem Rhein und dem geplanten Kraftwerksstandort über Duisburger Stadtgebiet und damit durch den Geltungsbereich des Bebauungsplanes Nr. 946 der Stadt Duisburg führt. Auch ein Rohrgurtförderer, der für den Transport der Kohle vom noch zu bauenden Hafen zum Kraftwerk führt, würde über den Zipfel des Duisburger Stadtgebietes an der Grenze Hohenbudberg/ Rheinhausen führen. Beide Leitungen sind nach dem geltenden Bebauungsplan, so die Verwaltungsvorlage, nicht zulässig.