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Leserbrief unseres Geschäftsführers am 15.5.2008
in der WAZ veröffentlicht
Trianel und insbesondere Bayer argumentieren bei dem geplanten
Kohlekraftwerk auch immer mit den Themen Arbeitsplatzsicherheit
und der Schaffung neuer Arbeitsplätze. Dieses fängt damit an,
dass Trianel sagt, dass eine große Anzahl lokaler Arbeitskräfte
durch den Bau des Kraftwerkes gebunden werde. Leider weiß jeder,
dass gerade auf solchen Großbaustellen die wenigsten Arbeiter
aus dem lokalen Umfeld kommen. Was stimmt, ist natürlich die
Anzahl von rund 160 neuen Mitarbeitern für den Betrieb eines
solch großen Kohlekraftwerks.
Ein wesentlich kleineres Gas- und Dampfkraftwerk schafft nicht so
viele Arbeitsplätze (ca. 40). Würde man jedoch die gesparten
Investi-
tionsgelder (ca. 1 Mrd Euro für ein Kohlekraftwerk gegenüber
ca. 200 Mio. Euro für ein Gas- und Dampfkraftwerk) in
regenerative Kraftwerksprojekte investieren, würde Trianel zu
einem der größten Jobmotoren Deutschlands.
Man rechnet nämlich, dass bis zum Jahr 2020 allein in
Deutschland bis zu 500 000 neue Arbeitsplätze im Bereich der
erneuerbaren Energien geschaffen werden. Einerseits redet Bayer
auch davon, dass Arbeitsplätze durch das Kohlekraftwerk am
Standort Uerdingen gesichert werden. Jedoch las man noch vor
kur-zem, dass Bayer weitere Arbeitsplätze vor Ort abbauen
will.
Und wenn die Politiker nicht seinen Forderungen für ein
Kohlekraftwerk zustimmen, droht Bayer sogar mit einem
Arbeitsplatzabbau von 7 000 Mitarbeitern. Diese Vorgehensweise
ist übelste Polemik und wahrlich nicht imagefördernd für ein
doch eigentlich sehr renommiertes Unternehmen.
Klaus Lippert
Geschäftsführer
Bürgerverein Mündelheim