Jury trifft
Entscheidung für ersten Umweltpreis der Stadt Duisburg
Quelle:
- Süd
vom 02.03.2010 – Martin Kleinwächter
Die Entscheidung über die Vergabe des ersten Duisburger
Umweltpreises ist gefallen. Wie die Stadt mitteilt, hat die Jury hat am 18.
Februar in nicht öffentlicher Sitzung festgestellt, dass alle Wettbewerber
bemerkenswerte Beiträge zur Verbesserung der Umweltsituation erbracht haben.
Die Entscheidung über die Vergabe des ersten Duisburger
Umweltpreises ist gefallen. Wie die Stadt mitteilt, hat die Jury hat am 18.
Februar in nicht öffentlicher Sitzung festgestellt, dass alle Wettbewerber
bemerkenswerte Beiträge zur Verbesserung der Umweltsituation erbracht haben.
Mit Stimmenmehrheit hat die Jury beschlossen, dass das Preisgeld auf drei
Projekte aufgeteilt werden soll. Stadtdirektor Dr. Peter Greulich
und der Juryvorsitzende, Prof. Dr. Dieter Kantel,
haben heute gemeinsam mit Vertretern der drei Preisträger die Entscheidung bekannt
gegeben.
Das Preisgeld von insgesamt 3.000 Euro geht an folgende
Empfänger:
1.500 Euro Preisgeld erhält das Projekt „Pflege
Rheinaue“ der Arbeitsgemeinschaft Rheinaue Walsum.
Die AG wurde 1995 zum Erhalt und Entwicklung der Rheinaue gegründet. Sie
besteht überwiegend aus Mitgliedern des NABU und BUND. Ihre Tätigkeitsbereiche
sind: Kartierung von Flora und Fauna und Mitwirkung an übergreifenden faunistischen Atlasprojekten, Verfassung wissenschaftlicher
Publikationen, jährlicher Schnitt der Kopfweiden, Umsetzen eines Wegekonzepts
und Aufstellen von Infotafeln, Bau von Beobachtungshütten, Aufstellen von
Nisthilfen zur Wiederansiedlung des Weißstorchs, Öffentlichkeitsarbeit durch
regelmäßige Führungen sowie Mitarbeit beim Film über die Rheinaue (www.bund-duisburg.de).
1.000 Euro Preisgeld gehen an
die Bürgerinitiative Contra-Pipeline Duisburg-Süd. Die BI besteht seit Mai 2007
und engagiert sich gegen das Bauvorhaben CO-Pipeline. Das Großvorhaben
CO-Pipeline beinhaltet wesentliche Beeinträchtigungen für Natur, Umwelt und
Menschen entlang der CO-Pipeline. Obwohl die bisherigen schwerwiegenden
Eingriffe in die Natur nicht zu verhindern waren, bleibt es nach wie vor das
Ziel der BI, dem Schutzgut „Mensch“ durch weiteren Widerstand
beizustehen. Durch diesen Widerstand wird die Duisburger Bevölkerung durch
vielfältige Aktionen für den Umweltschutz nachhaltig sensibilisiert. Die Arbeit
der BI trug zum Schutz der betroffenen Bevölkerung, der Fauna und Flora vor
möglicher Vergiftung und Zerstörung durch den Austritt des hochtoxischen
CO-Gases aus der geplanten Pipeline der Fa. Bayer Material Science, zur Rettung
des Landschaftsschutzgebietes DU-Süd sowie zum
Erhaltung der Umweltqualität in Duisburg für Mensch, Tier- und Pflanzenwelt bei
(www.contra-pipeline.de).
500 Euro Preisgeld erhält das Projekt
„Raumluftqualitäts-Messung“ der Schülerfirma der
Karl-Lehr-Realschule PUPIL@ WORK. Die Schülerfirma findet in Form eines
Wahlpflichtfachs statt. Anfang 2009 bis Herbst 2009 wurde ein spezielles
Messgerät zur Raumluftqualitätskontrolle entwickelt und gebaut. Der Datenlogger
misst Temperatur, Licht, Luftfeuchtigkeit und die CO2-Konzentration. Der
Einsatz des Messgerätes führt zur Verbesserung der Raumluftqualität in
geschlossenen Räumen, fördert energiesparendes Lüften und sensibilisiert für
den Umweltschutz (Internetseite der Karl-Lehr-Realschule: http://klrs.de.
Die
Ehrung und Überreichung der Urkunden erfolgt Anfang Juni 2010 im Rahmen der
Duisburger Umwelttage 2010 „Kultur und Umwelt“.