Kampfmittelbeseitigungsdienst wechselt die Straßenseite

Quelle:  - Süd vom 21.01.2010, Florian Müller

 

Nun wird eine Fläche nördlich der B 288 am Rheinvordeich untersucht

 

Die „Maulwurfarbeiten” des Kampfmittelbeseitigungsdienstes mit den Überprüfungen von Verdachtsmomenten aus der Detektion haben nun auch in Krefeld längs der Trasse begonnen. Die Bezirksregierung in Düsseldorf: „Ein Verdachtsmoment ist ein Punkt in einer Verdachtsfläche, an dem die Detektionsdaten Anomalien zeigen. Bisher wurden elf Verdachtsmomente aufgegraben. Dabei wurde nur Metallschrott gefunden.” Beendet wurden nun die Überprüfung des Laufgrabens in Mündelheim südlich der Bundesstraße 288. Akribisch listet nun die Bezirksregierung in einer Mitteilung die Ergebnisse auf: „ Bei den Aufgrabungen wurden einige Granatsplitter und ungefährliche Teile von vier britischen Stabbrandbomben gefunden (eine am 14. Januar, eine am 15. Januar und zwei am 18. Januar). Es handelt sich hierbei um die Stahlköpfe der Stabbrandbomben. Diese bleiben zurück, wenn die Bomben abbrennen. Diese Stahlköpfe enthalten keinerlei Explosivstoffe und stellen somit weder für die Sucharbeiten noch für die Leitung selbst eine Gefahr dar. Daneben ist noch weiterer Metallschrott geborgen worden.”

Fläche hatte Artelleriebeschuss

Die Mitarbeiter des Kampfmittelbeseitigungsdienstes haben nun wieder die Straßenseite der B 288 in Mündelheim gewechselt und überprüfen vor dem Rheinvordeich ein Bereich auf der Trasse mit Artilleriebeschuss. Auch hier wird das Erdreich aufgegraben. „Aufgrund von weiteren Leitungen im Untergrund war keine eindeutige Aussage in den Verdachtsbereichen möglich, so dass der entsprechende Bereich aufgegraben wird, um den Kampfmittelverdacht auszuschließen”, so die Bezirksregierung. Auch an einer weiteren Stelle waren die Spezialisten aktiv. Mit den Verfahren der Geomagnetik, Elektromagnetik und Georadar wurden zwei weitere Laufgräben in Ratingen detektiert.