Bayer-Pipeline wieder auf dem Prüfstand
Quelle:
Kreis Mettmann, 19.01.2010, NRZ

Düsseldorf/Kreis
Mettmann. Die von Bayer geplante Co-Pipeline zwischen Krefeld-Uerdingen und Dormagen
steht erneut auf dem Prüfstand: Das Verwaltungsgericht Düsseldorf lässt zurzeit
die Erdbebensicherheit der umstrittenen Anlage prüfen. Pipeline-Gegner
berichten, die Anlage sei noch nicht fertig.
Das Verwaltungsgericht Düsseldorf hat bekannt gegeben, dass die Sicherheitstechnik der Bayer-Röhre zwischen Krefeld-Uerdingen und Dormagen weiter geprüft wird. Zwei Sachverständige aus Aachen und Berlin werden für das Gericht Gutachten zur Erdbebensicherheit und zur Materialeignung der Rohre erstellen. Danach wird die Kammer einen Termin zur mündlichen Verhandlung festlegen.
Fotos
einer Bürgerinitiative zeigen offene Röhren.
Im
Mai 2009 erlitt Bayer vor dem Verwaltungsgericht einen Rückschlag. Die Richter
entschieden, dass die Konstruktion aufgrund der Sicherheitslage vorläufig nicht
in Betrieb gehen durfte. Jetzt hofft Bayer auf grünes Licht für das umstrittene
Projekt.
Gleichzeitig
will die Initiative „Stopp Bayer-Co-Pipeline” Beweise dafür in der
Hand haben, dass die Pipeline nicht, wie von Bayer behauptet, bereits fertig
gestellt ist. Fotos zeigen eine offene Röhre. „Einen Monat nach der vermeintlich ,abschließenden' Druckprüfung ist noch immer
kein durchgängiger Rohrstrang entstanden”, so Pressekoordinator Dieter
Donner.