CO-Pipeline:
Landesregierung leistet Rückendeckung
Quelle: Presse Info vom 10. Oktober 2009
Coordination gegen BAYER-Gefahren
BAYER
geht in die Offensive
Der BAYER-Konzern
geht - gestützt auf die Willfährigkeit der Landes- und der Bezirksregierung -
in eine neue Offensive: "Wir halten an der CO-Pipeline fest!" ist das
Motto der soeben gestarteten millionenschweren Kampagne. Der Chemie-Multi zeigt
sich entschlossen, die Pipeline durchzupeitschen. Trotz eines beim
Oberverwaltungsgericht Münster anhängigen Verfahrens gegen die Pipeline; trotz
zweier negativer Urteile des Verwaltungsgerichts in Düsseldorf; trotz hunderter
fachlich und sachlich fundierter Stellungnahmen und Gutachten; trotz der
großflächigen tödlichen Gefahren für mehr als Hunderttausend Anwohner; und
trotz der seit Jahren anhaltenden Proteste. Der Konzern ist entschlossen, seine
Profite zu sichern. Koste es, was es wolle.
In historisch einmaliger Weise steht
dem Vorhaben eine außergewöhnlich starke Phalanx der Ablehnung entgegen. Der
Protest geht über alle Parteigrenzen hinweg, bezieht alle Stadt-, Gemeinde- und
Kreisräte entlang der Trasse ein, wird getragen von Ärzten, Sicherheitskräften,
Katastrophenschutz und anderen, wird mit persönlich geleisteten Unterschriften
von mehr als 100.000 Menschen aus dem betroffenen Gebiet unterstützt.
In ebenso historisch einzigartiger
Weise stellte sich das Land NRW (vertreten durch die Bezirksregierung) hinter
die BAYER-Pipeline und schloss einen
"Gemeinnützigkeitsvertrag", der dem Konzern unbefristet (!) bescheinigt,
dass der aus rein betriebswirtschaftlichen Erwägungen heraus vorgenommene Bau
der Pipeline "gemeinnützig" sei.
Axel Köhler-Schnura,
Vorstandsmitglied der Coordination gegen BAYER-Gefahren:
"Mit der Bescheinigung der Gemeinnützigkeit für den BAYER-Konzern
bricht die Landesregierung den von ihren Mitgliedern auf die Verfassung
geleisteten Eid, der sie verpflichtet, 'Schaden von Volk zu wenden'. Zugleich
verstößt sie gegen den Artikel 24 der Verfassung, der vorschreibt, dass der
Schutz der Menschen Vorrang hat vor dem Schutz materiellen Besitzes. Die
Landesregierung macht sich zu einem Sachwalter der BAYER-Profite.
Noch dazu in höchst lächerlicher Weise." Zudem springt die Landesregierung
mit einem "Persilschein" BAYER in einem laufenden Gerichtsverfahren
zur Seite. In dem vor dem Oberverwaltungsgericht anhängigen Verfahren gegen die
Pipeline spielt nämlich genau die fehlende Gemeinnützigkeit eine zentrale
Rolle.
Klar ist : Der
Widerstand gegen die tödliche CO-Pipeline wird ausgebaut und verstärkt werden.
Alle Informationen zur CO-Pipeline: www.cbgnetwork.de/1968.html
Coordination gegen BAYER-Gefahren
www.CBGnetwork.org
Tel 0211-333 911, Fax 0211-333 940
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Beirat
Prof. Dr. Jürgen Rochlitz, Chemiker, ehem. MdB, Burgwald
Dr. Sigrid Müller, Pharmakologin, Bremen
Prof. Dr. Anton Schneider, Baubiologe, Neubeuern
Prof. Jürgen Junginger, Designer, Krefeld
Dr. Erika Abczynski, Kinderärztin, Dormagen
Eva Bulling-Schröter, MdB, Berlin
Dr. Janis Schmelzer, Historiker, Berlin
Wolfram Esche, Rechtsanwalt, Köln
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